In Anti-Aging Hormonprofil für die Frau bestimmen wir folgende Hormone:
1. Östradiol: Das wirksamste der weiblichen Geschlechtshormon
(Östrogene) gibt Aufschluss über den Funktionszustand der Eierstöcke.
2. FSH, LH: Folikelstimulierendes und luteinisierendes Hormon. Sie sind für die
Bildung der Geschlechtshormone verantwortlich und geben wichtige Hinweise für
die Ursache
von niedrigen Östradiolwerten.
2. DHEAS:
Dehydroepiandrosteronsulfat, das „Jungbrunnenhormon“. Es ist ein wichtiges
Vorhormon der Geschlechtshormone, spielt aber selbst eine wichtige Rolle im
Organismus. Eine altersbedingte Abnahme wird mit Knochenschwund,
Gefäßverkalkung, nachlassender Gedächtnisleistung, Schwächung der körpereigenen
Abwehr und mit der Krebsentstehung in Verbindung gebracht.
3. IGF-1:
Insulin-like-Growth Factor 1, auch Somatomedin C genannt. Als Vermittler der
Wirkung des Wachstumshormones spielt diese Substanz auch im Erwachsenenalter
eine zentrale Rolle für den Stoffwechsel. Wachstum, Aufbau und
Regenerationsprozesse werden beeinflusst.
4. TSH:
Schildrüsenstimulierendes Hormon, es zeigt eine Unter- oder Überfunktion der
Schildrüse an. Eine Unterfunktion, die oft zu einem schleichendem Leistungsabbau
führt, wird nicht selten als „Alterserscheinung“ fehlinterpretiert. Sie kann gut
medikamentös behandelt werden.
Östrogene
Östrogene und Progesteron sind die weiblichen Geschlechtshormone GnRH (gonadotropin
releasing Hormon), FSH (follikelstimulierende Hormon) und LH (luteinisierendes
Hormon) ihre Steuerungshormone.
Östrogene werden vor allem in den Eierstöcken gebildet, außerdem im Mutterkuchen
(Plazenta), der Nebennierenrinde und in geringer Menge auch im männlichen Hoden.
Das wichtigste Östrogen ist das Östradiol. Die anderen beiden Östrogene Östron
und Östriol sind weniger effektiv. Die Östrogenspiegel im Blut hängen vom
weiblichen Zyklus und schwanken dementsprechend enorm.
Östrogene entfalten ihre Wirkung an vielen Stellen des Körpers. Sie verursachen
u. a. den Eisprung und induzieren den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut in der
ersten Zyklushälfte. Sie fördern den Transport der Eizelle durch den Eileiter
und beeinflussen die Beschaffenheit der Scheidenschleimhaut und der Sekrete der
Gebärmutter. Weiterhin fördern sie das Brustwachstum. In der Pubertät bewirken
sie die Ausbildung der typischen weiblichen Geschlechtsmerkmale (Brüste, hohe
Stimme und weibliches Behaarungs- und Fettverteilungsmuster). Östrogene
stimulieren die Knochenreifung und hemmen den Knochenabbau. Sie senken den
Cholesterinspiegel und führen zu vermehrter Wassereinlagerung im Gewebe.
Außerdem wirken sie auf das Gehirn und beeinflussen so Stimmung und Verhalten.
Progesteron
Progesteron gehört wie Östrogen zu den weiblichen Geschlechtshormonen.
Progesteron wird vorwiegend in den Eierstöcken und dort im Gelbkörper (Corpus
luteum) und im Mutterkuchen (Plazenta) gebildet. Auch die Nebennnierenrinde
produziert geringe Progesteron-Mengen, bei Erwachsenen beiderlei Geschlechts.
Progesteron ist die „Grundsubstanz“ für viele andere Botenstoffe, wie z. B.
Testosteron, Östrogen, Aldosteron und Kortisol.
Der Progesteronspiegel im Blut hängt von der Zyklusphase ab und unterliegt
dementsprechend enormen Schwankungen. Progesteron ist während der zweiten
weiblichen Zyklushälfte das dominierende Hormon. Es bereitet die Gebärmutter auf
das Einnisten einer befruchteten Eizelle vor. Wenn tatsächlich eine
Schwangerschaft eintritt, sorgt es für ihren Fortbestand und bereitet die
Brustdrüse auf die Milchproduktion und die Milchabgabe vor. Progesteron erhöht
zudem die Basaltemperatur. Das ist die Temperatur, die sofort morgens nach dem
Aufwachen gemessen wird.
Künstlich hergestellte Hormone, die dem Progesteron ähneln, nennt man Gestagene.
Sie werden zur Schwangerschaftsverhütung bei der Anti-Baby-Pille und zur
Therapie einiger hormonproduzierender Tumore eingesetzt.
Bei Frauen vor den Wechseljahren sollte zur Progesteronbestimmung der 22. oder
23. Zyklustag gewählt werden. Die günstigste Tageszeit ist vier bis fünf Stunden
nach dem Aufwachen. Vorher sollte die Frau nicht ihre Brust abgetastet haben.
Progesteronwerte sind häufig in der Menopause erniedrigt und Ursache für viele
Beschwerden. Eine Therapie mit bioidentischen Hormonen kann diesen Mangel
ausgleichen.
Prolaktin
Prolaktin wird in der Hypophyse gebildet. Es steuert bei der Frau nach einer
Geburt den Milcheinschuss in die Brust und indirekt den Menstruationszyklus.
Beim Mann besitzt es Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Seine Ausschüttung wird
durch das Saugen an der Brustwarze sowie über die Steuerungshormone PRL-RH (Prolaktin-Releasing-Hormon)
und PRL-IH (Prolaktin-Inhibiting-Hormon) des Hypothalamus beeinflusst.